Waldstock - die wahre Geschichte
Angefangen hat alles 1994. Ein paar idealistische Pegnitzer Musikfans saßen in einer Pegnitzer Kneipe und dachten sich: es werde Festival! Wer spielt? Am besten gleich wir selber! So wurden Bands gegründet und im Handumdrehen ein Festival aus dem Boden gestampft, zu dem sich sogleich an die 300 - 400 Besucher verirrten.
Im Lauf der Jahre mussten wir viel Lehrgeld bezahlen und den Organisationsaufwand immer mehr an ein professionelleres Niveau anpassen. Wir hatten z.B. solange kein richtiges Bühnendach bis bei einer wahren Sintflut 1997 alles in Schlamm und Chaos zu versinken drohte. 1998 konnten wir erstmals an die 1000 Besucher auf der Festwiese begrüßen. Ein Jahr später kamen dann schon um die 2000 Leute und es werden immer mehr! Einerseits ermöglichte uns dies, auch bekanntere Bands spielen zu lassen, andererseits wurden ständig mehr Mitarbeiter erforderlich und der Planungsaufwand stellte uns Jahr um Jahr vor immer wieder neue Herausforderungen.
Waldstock e.V.
Nach dem relativ zügigen Anwachsen des Festivals war es nicht mehr tragbar, dass die Veranstalter solch eine Veranstaltung in privater Eigenhaftung betreiben. Und so wurde es 1999 höchste Zeit, einen Trägerverein zu gründen: Der "Waldstock - Verein für Jugendkultur in Pegnitz" verschrieb sich der Förderung lokaler Jugendkultur und etablierte neben der Durchführung des Umsonst-Und-Draußen-Festivals "Waldstock" seit 2000 das Hobbymannschaften-Kleinfeldturnier "Fußstock" und seit 2005 im Winter das Indoor-Minifestival "Microstock". Im 5-Jahres-Turnus bringen wir seit 1998 CDs mit den besten Acts des jeweils vergangenen Quintenniums heraus. Die letzte erschien vergangenes Jahr zum 15. Festival.
Umsonst und Draußen
Immer wieder werden wir gefragt, warum wir es uns antun, eine Großveranstaltung wie Waldstock durchzuführen, ohne Eintritt zu verlangen. Die Antwort ist ganz einfach: Wir lieben die offene Atmosphäre des Festivals. Wir wollen, dass jeder zwanglos vorbeischauen kann, um Freunde zu treffen, gute Musik zu hören und Spaß zu haben. Und damit befinden wir uns in einer großartigen in den 70er Jahren entstandenen Tradition antikommerzieller Festivals, die mehr Wert auf Gemeinschaftlichkeit, Fairness, Solidarität und Atmosphäre legt, als auf Profit. Wir versuchen aus diesem Grund auch, die Preise möglichst moderat und niedrig zu halten. Wer bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen: Der Aufbau beginnt meist am Donnerstag nachmittag vor dem Festival und wir können in den 4-5 Tagen um das Festival herum wirklich jede helfende Hand gebrauchen. Die Durchführung des Open-Airs erfordert aber auch seitens des Publikums das Einhalten bestimmter Regeln. Da wir uns hauptsächlich durch den Verkauf der Getränke finanzieren ist es nicht hinnehmbar, dass manche Leute kisten- und fässerweise Eigengetränke mitbringen. Also seit fair, kauft Getränke an den Ständen und tragt damit dazu bei, dass Großaktionen wie Waldstock unter diesen Konditionen möglich bleiben!
Weitere Umsonst-Und-Draußen-Festivals findet ihr unter
www.free-festivals.de

















